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Hi Fans,
neulich bin ich am Sonntag Morgen zum Brötchenholen gefahren. Ich habe in der Nähe der Bäckerei geparkt, und wie ich wieder zum Auto zurücklief viel mir der Wagen vor mir auf, ein älteres Modell, an dessen Strassenseite ein älterer Herr kniete. Ich ging zu ihm und fragte, ob etwas sei und ich ihm helfen könne. Seinem Blick folgend sah ich dann, was ihn beschäftigt hat: der linke hintere Reifen war platt. Ich bot ihm an, den Reifen mit Ihm zu wechseln, was er sehr dankbar annahm. Wir haben dann den Wagenheber aus dem Kofferraum geholt, das Auto gesichert und aufgebockt. Dann haben wir zusammen seinen Ersatzrad unter dem Auto hervorgeholt und montiert. Dabei hat er mir erzählt, das er das früher auch selbst gemacht hat, aber bei diesem Auto noch nie, und das letzte Mal sei auch schon eine Weile
her. Man hat gemerkt, wie froh er war, das jemand ihm an einem Sonntag Morgen aus einer misslichen Situation geholfen hat. Es stellte sich heraus, das er schon eine Weile an dem Reifenproblem herummachte, und ich der einzige war, der sich überhaupt um ihn gekümmert hat.
Das hat mich über die Bereitschaft unserer Gesellschaft nachdenken lassen. Auch in Bezug auf die schlimmen Ereignisse in Köln an Silvester. Unser gesamtes soziales System basiert auf Vertrauen. Natürlich gibt es immer wieder Menschen, die ganz bewußt das Vertrauen anderer missbrauchen, und so gilt es, in jeder Situation seinen gesunden Menschenverstand einzuschalten und nicht per se jedem immer ohne Vorbehalt zu helfen. Doch die Bereitschaft dazu sollte in jedem von uns aktiv sein, und im Zweifel kann man ja das Minimum an Hilfe zukommen lassen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen: man ruft Hilfe herbei, z.B. Polizei, Notarzt oder Feuerwehr.
Schauen wir uns einmal Köln an Silvester 2015/16 an: Hier war die Situation sicherlich so ausser Kontrolle und die Überzahl der „Unruhestifter“ so groß, das nicht immer ein Helfen ohne Gefahr auf Leib und Leben möglich war. Sogar die Polizei konnte nicht helfen, da sie mit ca. 150 zu 1500 hoffnungslos unterbesetzt war. Viele Kommentare in diesen Tage zielen nun auf die Polizei und verlangen, das mehr für die Sicherheit der Bürger getan wird. Ich glaube, das auf dem Platz neben der Polizei auch noch sehr viele Menschen waren, die nur einfach Silvester feiern wollten und nichts mit den Attacken zu tun hatten. Viele riefen auch Hilfe oder versuchten, anderen zu helfen. Doch wenn man gezielt Opfer mit Menschenkreisen abschottet, um sie ungestört zu belästigen, so fällt ein Eingreifen schwerer. Ich meine, viele Menschen sollten aufmerksamer durch das Leben gehen und – in weniger dramatischen Situationen – die Überzahl Unbeteiligter nutzen und einschreiten, festhalten, lösen, statt sich nur auf die Polizei zu verlassen und sie das immer komplett selbst machen zu lassen.
Versteht mich nicht falsch, ich rede hier nicht dem anderen Extrem von sich gruppierenden und auch belästigenden sog. „Bürgerwehren“ das Wort. Nein, ich meine die Zivilcourage in jedem einzelnen von uns.
Es gibt immer wieder Geschichten über menschliche Gleichgültigkeit, die mich zutiefst erschüttern. So sahen viele Menschen in einer S-Bahn weg, als eine junge Frau vergewaltigt wurde. Doch jeder von uns kann jederzeit in eine Situation kommen, in der er auf Hilfe von anderen angewiesen ist.
Ohne Interaktion mit anderen Menschen würden wir nicht leben können. Alleine verkümmert und vereinsamt der Mensch. Deswegen halte ich es für besonders wichtig, immer wieder die kleinen aber doch so wichtigen Gesten im Alltag hochzuhalten. Man muß nicht nur den Banküberfall verhindern. Oder einen Ertrinkenden retten, der in einem See um Hilfe ruft. Es gibt unzählige Situationen, die jeden von uns in einer Alltagssituation zum Helden machen und das Leben anderer positiv beeinflusst. Zum Beispiel sein eigenes kleines Display-Reinigungspad an ein Mädchen abgeben, das in der S-Bahn verzweifelt versucht, sein altes Telefon mit einem Stück Hemd zu reinigen.
In jedem von uns steckt mehr Heldentum, als wir in den Filmen und Romanen immer vorgeführt bekommen. Lassen wir es raus!
A hero is an ordinary individual who finds the strength to persevere and endure in spite of overwhelming obstacles.
Christopher Reeve
Ich freue mich schon auf Eure Meinungen zum Thema,
Marc
Hi Fans,
I went to buy some bread on sunday morning the other day. I parked near the bakery and while returning to the car I noticed the car in front of mine and an old man kneeling next to it. I offered my help and saw what kept him busy: he had a flat tire. He thankfully accepted my offer to help and we starte right on. We took the spa
re tire out of the trunk and changed the tire. In the meantime he told me that he changed tires himself while younger, but on that car he never did it and the last time was already some time ago. You could tell how thankful he was that someone helped him out on an early sunday morning. It turned out that I was the only one bothered to help. And he was on it for already quite a while.
That event lead me to think about the readiness of our society to help. Also in relation to the shocking events in Cologne on New Year. Our whole social system depends on trust. Of course there are people who misuse this basic trust on purpose. And it is necessary to think about each notion to help and do not run into situations without thinking clearly. But the willingness to do so should be ready in each one of us all the time and without predjudices. And each and every one of us can at least do the minimal thing without being in danger: call for help.
Let’s have a closer look on Cologne this New Year: This situation definitely was out of control. The bad guys outnumbered by far the good ones. Even the police with 150 to 1.500 was not able to help, forced just to listen to the screams of terrified women. A lot of comments now focus on how the police should do more to secure societz. In my opinion that is too short kind of thinking. I am sure there were more good people on the spot besides the police, many of which tried to help or called 911. And surely when bad guys form circles around their prey to hide from sight a dangerousless intervention is less the case. But in general I think instead of just trusting in others to help one should be more cautious and walk through life more attentive and open minded. There are a lot of situations each day where any one person can make a difference in another persons life.
Do not misunderstand me, I am not praising the other extreme of vandalizing „civil action mobs“ who also hunt and disrespect out of misunderstood motives. No, I mean the civil courage in each one of us.
From time to time there are stories about peoples indifference in public. For example the story of a young woman getting raped in a fully occupied subway train in Hamburg without anyone helping her. But think about it: anyone of us can end up in such a situation, or so can your doughter…
Without the interaction with other people we could not survive. Completely alone humans get lonely and die. That for me shows that it is crusial to held high the values and small gestures of help and interaction regardless of the danger in everyday society. It does not have to be the bank robbery to be prevented, or to rescue a drowning person each day. There are countless situations each day which can turn us to heroes and influence the life of another person in a positive way. For example giving away your own display cleaning pad to a girl who tries desperately to clean her old phone with her shirt.
In each one of us there is more heroism than in all movies and stories together. Let them out!
A hero is an ordinary individual who finds the strength to persevere and endure in spite of overwhelming obstacles.
Christopher Reeve
I am eager to read your thoughts about it.
Marc
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